Das richtige Material

Pools und Swim-Spa wurden schon in den unglaublichsten Materialien gebaut. Wir wollen die erprobten und gebräuchlichsten zusammenfassen:

1. Edelstahl-Niro

Edelstahlbecken sind oberflächenhart und bei optimaler Legierungswahl und Verarbeitung sowie optimaler Wasseraufbereitung dauerhaft. Der hohe Preis ist durch hohe Edelstahl-Kosten und aufwendige Verarbeitung gerechtfertigt. Eine Kosten- Nutzenrechnung zugunsten Edelstahls ist unter Berücksichtigung folgender Eigenschaften richtig:

  • Schweißstellen sind der Schwerpunkt, dort kann trotzdem Rost auftreten, wenn nicht korrekt gearbeitet wurde
  • Wenn die Wasseraufbereitung spinnt oder nicht richtig eingestellt ist, kann es trotz bester Verarbeitung zu Oberflächenrost kommen
  • Bei Überlappungen oder Rillen ist Rostgefahr gegeben
  • Überchlorierung oder Überdosierung ist schädlich
  • Zu dünne Bleche neigen zu Beulen
  • Nachträgliche Veränderungen sind meist schwierig
  • Nicht rostender Stahl ist manchmal nicht immer rostfrei
  • Auf beste Verarbeitung und erfahrene Hersteller achten

2. Polypropylen

Polypropylen ist wohl der beständigste Kunststoff, säure- und laugenbeständig. Auch im Industrieleitungs-Rohrbau stark in Verwendung, da besonders langlebig, schweißbar, nachbearbeitbar und formbar.Wenn dieser 100% durchgefärbt ist, auch UV beständig. In fast allen Farben erhältlich, auch in Kombination mit Niro-Rahmen oder Niro-Boden fast so edel wie Niro Komplettbecken.

Die glatten Oberflächen der Kunststoffplatten lassen sich mit einem Tuch oder Schaumstoff leicht reinigen. PP- Becken werden geschweißt. Hier ist auf beidseitige Schweißung und auf statische Verstärkungen, wie z.B. Stahlrohrrahmen zu achten. Diese sollten vollständig mit PP-Platten ummantelt werden, um nachhaltig korrosionsgeschützt zu sein. Die Wandstärken sollen 8mm durchgefärbte Kunststoffplatten nicht unterschreiten. Diese Becken sind kosten günstig, daher sollte nicht zuviel gespart und auf Materialstärke, beste Schweißung und Stahlverstärkung geachtet werden.

Dann ist diese Beckenart für die Ewigkeit gebaut, so mancher Fehler bei der Wasseraufbereitung wird und durch das resistente Material verziehen. Die große Wärmedehnung von Kunststoffen insbesondere bei leeren Becken in der Sonne, macht „Wellen“ an den Beckenwänden, aber bei guter Verarbeitung und Stahlrohrrahmen ist nach kühlender Wasserbefüllung die Optik bestens in Ordnung.

3. Polyester

Mit diesem Material lassen sich die tollsten Formen herstellen. Die glasartig erscheinende Oberfläche übernimmt die Wasserdichtheit, das darunter liegende Glasfaser-Polyester-Harz-Gemisch übernimmt die Festigkeit. Jedoch ist die Polyester-Schicht langfristig nicht wasserfest, sie nimmt Wasser auf, diese sprengt bei Frost das Gefüge und kann sogar die wasserfeste Oberfläche zerstören. Wie die meisten Kunststoffe haben auch diese Becken nur bedingte Festigkeit. Deshalb muss auf eine gute Verstärkung der Konstruktion geachtet werden. Wenn die Oberfläche rissig wird, greifen auch Chemikalien die Polyestertrageschicht an und schwächen diese nachhaltig. Bei Polyesterbecken ist auf eine richtige Wasseraufbereitung, Temperaturwahl und Oberflächenpflege zu achten.

4. Folienauskleidungen

Das Beckentragematerial wie z.B. Beton alte Polyesterbecken oder alte Fliesenbecken wird durch verklebbare oder schweißbare Kunststofffolien überzogen. Dem Farbwunsch und der Formenanpassung sind bei professioneller Verarbeitung kaum Grenzen gesetzt. In fast allen Fällen wird eine gute Dichtheit erreicht. Lediglich die Rohrdurchführungen oder Befestigungen, die durch die Folie führen, sind ein Schwachpunkt. Spezielle Klemmflansche usw. sind für Foliendurchführungen zu verwenden. Wenn die Folie an der Beckenwand noch nicht vollflächig verklebt ist und Wasser eingefüllt wird, ist sorgsam ein Ausstreichen des Bodens und der Wände wichtig. So sollten hoffentlich keine Falten bleiben. Ist einmal Wasser im Becken, ist eine Korrektur erst nach Beckenentleerung und neuer Befüllung möglich. Bei der Folienstärke und -verarbeitung sollte nicht gespart werden, denn es ist das verletzbarste aller beschriebenen Materialien.